Wir werden immer weniger als evangelische Kirchenmitglieder in München. Daraus ergibt sich, dass unsere Kirche auch immer weniger Geld zur Verfügung haben wird. So muss damit gerechnet werden, dass im Jahre 2035 die Anzahl der Gemeindeglieder verglichen mit dem Jahr 2010 um 50% gesunken sein wird wodurch nurmehr 50% der Finanzmittel zur Verfügung stehen werden. Gleichzeit ist abzusehen, es auch immer weniger hauptamtliches Personal geben wird.
Wir wollen aber auch als Kirche mit weniger Mitteln trotzdem leuchten. Um dies zu erreichen, findet derzeit im Dekanat München ebenso wie in ganz Bayern ein Prozess statt, in denen Gemeinden sich zu Regionalräumen zusammenschließen oder geschlossen haben. Diese Regionalräume sind zum einen Verwaltungsräume, um Aufgaben zu bündeln, aber auch Gestaltungsräume, die ein vielfältiges, lebendiges Gemeindeleben weiter ermöglichen.
Unsere Kirchengemeinde wird zum Regionalraum 02 gehören, zusammen mit den Gemeinden:
- Feldmoching-Hasenbergl
- Allach-Obermenzing
- Christuskirche
- Stephanuskirche
Am 31.01.2026 fand ein erstes Treffen von Kirchenvorstandsmitgliedern und Hauptamtlichen statt. Nach einer Vorstellung der verschiedenen Gemeinden und ihrer Schwerpunkte haben wir diskutiert, welche Chancen unser Regionalraum bietet, welche Risiken es gibt und welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit wir sehen.
Ja, es wird sicherlich nicht leicht werden und in nicht allzu ferner Zukunft werden wir dann auch entscheiden müssen, welche Gebäude wir behalten können. Dies wird uns allen viel abverlangen, aber wir haben während unseres Treffens gesehen, dass so ein Zusammenschluss auch viele Chancen in sich birgt. So sind wir alle hochmotiviert, gemeinsam gute Lösungen zu finden, um gemeinsam „Anwalt des Lebendigen“ zu sein.
Während des Treffens haben wir uns kennengelernt, haben gemeinsam gebetet, gesungen und gearbeitet. Darauf wurden wir von Pfarrerin Dagmar Knecht in einer Andacht zu Beginn eingestimmt. Gemeinsam wollen wir Kirche sein, wollen vom Leben erzählen, von der Auferstehung und der Hoffnung auf Gottes ewiges Reich in Gerechtigkeit und Freude.
Lasst uns positiv in die Zukunft sehen. Ja, in unserer Gemeinde wird sich einiges ändern – viele Veränderungen beschäftigen uns ja auch schon länger. Lasst uns aber auch daran denken, wie oft wir schon im Nachhinein festgestellt haben, dass es doch schade war, eine Veränderung nicht schon viel früher vorgenommen zu haben.
Liesl Münch,
für die Kirchengemeinde München - Heilig-Geist
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Lied beim kaberettistischen Programm
zum Jahresempfang am 23.1.26
1. Süßer die Glocken nie klingen, als im Nachbarschaftsraum.
Im Westen, im Norden und Osten suchen wir nun unseren Traum.
Tun uns zusammen mit Untermenzing, mit Hasenbergl und mit Feldmoching,
mit Obermenzing und mit Allach - Heimat mit sehr weitem Dach.
2 Süßer die Glocken nie klingen, als im Nachbarschaftsraum.
´S heißt jetzt Regionalgemeinde; was wir zusammen aufbau´n.
Wir bleiben wir selbst und wir reichen die Hand, stecken die Köpfe auch nicht in den Sand.
Unsere Kassen sind klamm - aber wir helfen zusamm‘.
3 Süßer die Glocken nie klingen, als im Nachbarschaftsraum.
Großes müssen wir regeln, einfach wird das wohl kaum.
Welche Gebäude behalten wir bei? Mehr als die Hälfte darfs ja nicht sein.
Werden wir uns da je einig - oder kämpft jeder für sich?
4 Süßer die Glocken nie klingen, als im Nachbarschaftsraum.
Wo hat man künftig Büros und sorgt sich um Blume und Baum?
Kooperationen sind weiter gefragt, auch wenn uns nicht jeder Partner behagt.
Beliebt ist, wer Güte ausstrahlt, und seine die Miete bezahlt.
5 Süßer die Glocken nie klingen, als im Nachbarschaftsraum.
Wir wollen stark sein mit Oly, am besten für ganz Munic Town.
Desahlb wolln wir euch um Hilfe sehr bitten um Verständnis, Geduld und um faire Sitten;
Wir bleiben, wie ihr alle wisst, die Kirche von Jesus Christ.